Review: Ravens at Seahawks – Week 7

Die Heimstärke scheint vorerst der Vergangenheit anzugehören: Die Seahawks verlieren das Zweite ihrer bisher vier Heimspiele mit 16-30 gegen die Baltimore Ravens, die mit Ex-Seahawks Earl Thomas aufliefen und in Summe völlig verdient gewonnen haben. Vor allem Lamar Jackson, den die Seahawks im Laufspiel nicht stoppen konnten, machte den Verteidigern sichtbar zu schaffen, er lief für insgesamt 116 Yards und einen Touchdown.

Noch dazu kommt die Tatsache, dass MVP-Kandidat Russell Wilson das erste Mal in diesem Jahr einen schwachen Tag erwischte, seine erste Interception der Saison warf, die auch direkt zum Pick Six in die eigene Endzone getragen wurde. Wilson blieb auch in der Completion Percentage unter 50%.

Man wird das Gefühl nicht los…

Das die Sehawks sich in dieser Saison selbst schlagen. Sei es durch individuelle Fehler in allen Mannschaftsteilen, beispielhaft wären aus dem Spiel gegen die Saints die Aussetzer in den Special Teams zu nennen, oder durch schlechtes Ingame-Coaching, was man diesen Sonntag leider auch wieder beobachten konnte.

Pete Carroll entschied sich im vierten Quarter, zurückliegend mit 7 Punkten, dazu, dass man den Ball puntet. Zugegeben, die Field Position war für das Ausspielen des Versuches nicht ideal. Jedoch hatte diese Entscheidung enormen Impact auf das Spiel: Mit dieser Entscheidung ist die Chance, dass die Seahawks das Spiel gewinnen, um 8,2% gesunken!

Doch das war nur die Spitze des Eisbergs. Bei einem weiteren vierten Versuch, beim 4&3 im dritten Quarter, entschied sich Carroll bei ausgeglichenem Spielstand dazu, bei widrigen Bedingungen ein Field Goal zu versuchen. Myers vergibt aus 53 Yards und diese Entscheidung senkte die Gewinnchancen der Seahawks zu diesem Zeitpunkt um 5,1%. In Summe haben die Coaching-Entscheidungen die Siegchancen um 13,3% verringert.

Das alles wäre nicht so tragisch, wenn die Fehler eingesehen werden würde. Man selbst stand nicht in der Hektik eine Football-Spiels an der Seitenlinie, musste die Entscheidung treffen. Viel schlimmer wiegt dann die unglaubliche Sturheit, die der Seahawks-Headcoach an den Tag legt. Wenig später erklärte er sich auf der Pressekonferenz zu den Entscheidungen: Die andere Option, statt das Field Goal zu probieren wäre ein Punt gewesen, weil “That’s just who we are.” Eine Engstirnigkeit, die man bei den sonst so liberalen Seattle Seahawks nur kopfschüttelnd hinnehmen kann.

Und dabei habe ich mich noch nicht mal an der Base-Defense abgearbeitet. Nur kurz: Auch wenn ich das Passer Rating als nicht für die am besten geeignete Metrik halte, so sprechen die Zahlen doch Bände:

On Tape

Doch genug davon: Wie auch in den letzten Wochen habe ich mir das All-22 vom Spiel nochmals angesehen und einige interessante Plays festgehalten. Zu finden im Thread bei Twitter:

To-Do für Woche 8

Da ich wenig Lust habe, mich Woche für Woche zu wiederholen, gibt es diese Woche auch keine klassische To-Do Liste. Nur ein paar Schlagwörter: Nickel, Coaching, Sacks.

Und auch wenn es frustrierend ist: Diese Woche wartet mit den Atlanta Falcons eine Mannschaft im absoluten Leistungstief auf die Seahawks. Go Hawks!

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