Review: Seahawks at Eagles – Week 12

Die Seahawks bleiben “On the road” weiterhin ungeschlagen (6-0) und gewinnen mit 17-9 gegen die Philadelphia Eagles. Mit diesem Ergebnis waren die Eagles noch gut bedient, hätten die Seahawks deutlich mehr aus ihren Möglichkeiten in der Offensive machen müssen. Die Defense der Seahawks bestätigte ihr gutes Spiel gegen die 49ers, konnte wieder eine gute Leistung zeigen.

In der Nacht von Sonntag auf Montag gewannen die Divisionsrivalen aus San Francisco ihr Spiel gegen die Green Bay Packers überzeugend mit 37-8, sodass die Seahawks durch ihren Sieg nicht auf Platz 1 der NFC West vorrücken konnten.

Gedroppte Pässe und offene Receiver

Die Seahawks-Offense hätte mit etwas mehr Fortune ein deutlich besseres Bild abgegeben können. War das Trick-Play (Übergabe zu Carson, Carson wirft zurück zu Wilson, dieser wirft lang auf Turner), welches zum Touchdown führte, eine wirkliche Überraschung und der schönste Spielzug des Spiels, so wurden bei anderen Gelegenheiten massig Punkte liegen gelassen.

DK Metcalf etwa droppte einen Ball nach einem langen Pass von Wilson, der in einem Touchdown hätte enden müssen. Wilson blieb auch nicht fehlerlos, verfehlte Jacob Hollister völlig frei in der Endzone aus etwa 5 Yards, ein weiterer ausgelassener Touchdown. Der nicht vorhandene Rythmus der Offense wurde weiterhin durch eine große Anzahl Strafen (12) gestört, welches das Spiel lange Zeit zu einem engen Unterfangen machte.

Doch damit nicht genug: Carson, der eigentliche Lead Back, fumbelte in zwei aufeinanderfolgenden (!) Spielzügen und erinnerte damit an den Beginn der Saison, in der Carson ähnliche Fumble-Probleme hatte.

Ein Lichtblick der Offense kommt aber auch von der Runningback-Position: Rashaad Penny, der seinem Draft-Status bisher nicht gerecht wird, konnte das erste Mal Carson outtouchen (14-12 Carries für Penny), erzielte 129 Yards Raumgewinn. Dabei scorte Penny einen Touchdown bei einem explosiven 58-Yard-Run, was sein Karriere-Bestwert bedeutete.

Hier wird spannend zu beobachten sein, wie sich die Anzahl der Carries in Zukunft entwickelt. Carson Position als RB1 scheint erneut zu wackeln.

Defense weiter stark

Die Defense rund um Bobby Wagner musste zwar verletzungsbedingt auf Jadeveon Clowney verzichten, konnte aber nahtlos an die Leistung aus dem 49ers-Spiel anknüpfen: 3 Sacks, 2 Interceptions (durch Flowers und Diggs) und 3 Fumble recovered war der Arbeitsnachweis der Defense.

Der Pass-Rush funktionierte auch ohne Clowney überraschend gut. Ezekiel Ansah, bisher eher blass im Seahawks-Dress, machte ein gutes Spiel. Shaquill Griffin, oft nur als Feel-Good-Story oder Special-Teams-Player verschrien, machte sein zweites Spiel in dem er vornehmlich in klaren Passing-Downs als Pass-Rusher aufs Feld kam. Hier zeigte sich im Vergleich zum 49ers-Spiel direkt eine deutliche Leistungssteigerung: Griffin wollte nicht mehr nur durch Speed direkt zum Quarterback kommen, sondern hatte mehrere Moves im Repertoire und stieß somit besser zum Quarterback vor und war nicht weit von seinem ersten Karriere-Sack entfernt.

Der Pass-Rush macht die Arbeit für die gesamte Defense natürlich deutlich einfacher, die Secondary hat aber noch ein weiteren Grund, warum sie aktuell besser steht: Quandre Diggs. Der via Trade akquirierte Safety der Lions spielte den Single-High Safety, den zuletzt Earl Thomas so verkörpert hat. Er gibt damit seinen Mitspielern Sicherheit, da er von Sideline zu Sideline verteidigen kann. Safety-Kollege McDougald etwa äußerte nach dem Spiel, dass er mit Diggs im Rücken viel weniger nachdenken müsste.

Die Defense der Seahawks ist auf einem guten Weg. Pünktlich zur wichtigsten Phase der Saison und vor allem auch in den möglichen Playoffs wäre es mit den Leistungen der ersten Wochen vermutlich nicht weit gegangen. Jetzt kann man zumindest Hoffnung haben, dass die Defense in den wichtigen Spielen halten kann.

On Tape

In gewohnter Form habe ich mir das All-22 Tape angesehen und interessante Plays mit kurzer Beschreibung bei Twitter online gestellt:

Wird nach Sichtung des All-22 nachgereicht

Ausblick

Die Seahawks treffen in Woche 13 zuhause auf die Minnesota Vikings. Es wird wieder ein Monday Night Game zur Primetime unter Flutlicht und enorm wichtiges Spiel im Hinblick auf die Playoffs. Die Vikings stehen aktuell mit 8-3 auf dem 6th Seed und wären auch für die Wildcard qualifiziert. Sollten die Seahawks ihre Division nicht gewinnen könnte das Spiel gegen die Vikings den Tiebreaker ausmachen, ein Sieg im direkten Vergleich könnte dabei eine wichtige Rolle spielen.

Am Sonntag sollten die Augen der Seahawks-Fans vor allem auf den Kracher der San Francisco 49ers, die am frühen Sonntagabend (19 Uhr) bei den Baltimore Ravens zu Gast sind, gerichtet sein. Mit einer Niederlage der 49ers und einem Sieg einen Tag später könnten die Seahawks die Spitze der NFC West erobern.

Weitere interessante Spiele im Hinblick auf die Playoffs: Saints at Falcons, Bills at Cowboys, Packers at Giants.

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