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Review: Vikings at Seahawks – Week 13

Die Seattle Seahawks gewinnen ihr zehntes Spiel in dieser Saison mit 37-30 gegen die Minnesota Vikings und führen aktuell die NFC West an. Die San Francisco 49ers verloren ihr Spiel denkbar knapp bei den Baltimore Ravens und mussten dadurch den Platz an der Spitze räumen.

Das der Kampf um die Playoffs in der NFC sehr knapp sind zeigt eben genau das Beispiel der San Francisco 49ers: Vor dem Spiel und mit einem Sieg wären die 49ers weiterhin der #2 Seed in der NFC gewesen, mit der Niederlage und dem gleichzeitigen Sieg der Seahawks fielen die 49ers auf Platz Fünf. Die Seahawks wären mit einer Niederlage gegen Vikings (da diese dann den direkten Vergleich für sich entscheiden konnten) auf den sechsten Platz zurückgefallen. Spannung scheint hier bis zum Saisonende garantiert.

Pound the Ball

Mit dem Laufspiel konnten die Seattle Seahawks den Minnesota Vikings richtig weh tun: Chris Carson und Rashaad Penny hatten einen guten Tag und liefen für insgesamt 176 Yards bei 38 Attempts (4.6 Yards pro Lauf), erzielten gemeinsam drei Touchdowns. Die gesamte Offensive Line der Seahawks machte dabei einen guten Job, vor allem George Fant, oft als sechster Mann in der Angriffslinie der Seahawks, konnte sowohl im Run- als auch im Pass-Blocking überzeugen.

Russell Wilson glänzte nicht, aber war auch keine Enttäuschung. 240 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception ist die Stat-Line Wilsons aus dem Aufeinandertreffen am frühen Dienstag Morgen. Die Interception resulierte aus einem getippten Ball, den Wilson Richtung Boden schlagen wollte. Er traf den Ball unglücklich, dieser landete direkt in den Händen eines Vikings-Verteidigers und zu allem Übel wurde der Ball auch noch für sechs Punkte in die Endzone getragen.

Diggs & Co.

Quandre Diggs ist ein Stabilisator der Seahawks-Defense und macht diese seit er fit ist (kam verletzt aus Detroit via Trade) stärker. Diggs spielte dabei oft als Single-High Safety in einer Rolle, die Earl Thomas schon über Jahre mit Bravour ausfüllte. Ob Diggs auf das Niveau von Thomas kommt, dieser Vergleich wird müßig. Der ehemalige Team-Captain der Lions macht aber seine Nebenleute besser und passt schematisch in Verbindung mit Bradley McDougald besser in die Seahawks-Secondary als jegliches Safety-Tandem, was man nach dem Abgang von Earl Thomas sehen konnte.

Weitere Lichtblicke in der Seahawks-Defense sind Shaquem Griffin und Rasheem Green.

Griffin wird vor allem in klaren Passing-Downs eingesetzt. Während er im Spiel gegen die 49ers noch relativ konzeptlos ausschließlich mit seiner zweifelsohne vorhandenen Geschwindigkeit probierte, zum Quarterback zu gelangen, so konnte er sich in den Spielen gegen die Eagles und die Vikings weiterhin steigern. Es scheint so, als würde Griffin einen klaren Plan verfolgen. Der erste Karriere-Sack dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

Rasheem Green konnte seinen zweiten Forced Fumble in Folge auf sein Konto verbuchen. Der Defensive End bringt es auf insgesamt 3 Sacks und 2 Forced Fumble diese Saison. Die Entwicklungskurve von Green zeigt nach oben und die Wichtigkeit Greens könnte abhängig von Verletzungen (Ansah und Clowney sind beispielsweise noch fraglich für Sonntag) weiter steigern.

On Tape

Einige Szenen des Spiels mit kurzer Beschreibung findet sich im folgenden Thread:

Die Rolle von George Fant im Lauf- und Passspiel habe ich für die German Sea Hawkers genauer unter die Lupe genommen. Der Beitrag findet sich unter:

Vorschau Woche 14: Seahawks at Rams

Im nächsten Spiel treffen die Seattle Seahawks auswärts im Sunday Night Game auf die Los Angeles Rams. Mit einem Sieg könnten die Seahawks den Playoff-Einzug perfekt machen, die Rams wären mit einer weiteren Niederlage wohl endgültig aus dem Playoff-Rennen.

Der ärgste Konkurrenz um die Division-Krone und um die First Round Bye, die San Francisco 49ers, treffen am früheren Abend auf die New Orleans Saints. Beide Teams stehen wie die Seahawks bei 10-2. Egal welches Team gewinnt oder verliert, bei einem Sieg der Seahawks hilft jedes Ergebnis weiter. Der Fokus sollte aber wie immer auf den eigenen Spielen liegen, denn den Tiebreaker gegen San Francisco 49ers halten die Seattle Seahawks weiterhin und haben ihr Schicksal selbst in der Hand.

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