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Schnellcheck: Freddie Swain – WR – Florida

In einer sehr stark besetzten Receiver-Klasse fühlten sich die Seattle Seahawks anscheinend sehr gut aufgestellt – nicht verwunderlich mit einer Wide-Receiver-Gruppe die von Tyler Lockett, DK Metcalf und Neuzugang Philip Dorsett angeführt wird. Dahinter tummeln sich einige Spieler, die um ihren Roster-Spot kämpfen müssen. Ein weiterer kam in der 6. Runde des NFL Draft 2020 dazu: Freddie Swain von Florida, der vor allem über die Special Teams als Punt Returner den Weg ins Roster finden möchte.

Kurzinfos

  • Alter: 21
  • College: Florida
  • Größe: 183 cm
  • Gewicht: 90 kg
  • Spiele im Senior-Jahr: 12
  • Receptions: 38
  • Yards: 517
  • Touchdowns: 7

Stärken

Swaim ist körperlich und spielerisch der Prototyp eines Slot-Receivers. Er findet in der Secondary die Soft-Spots, die er attackieren kann und ist damit häufig eine offene Anspielstation für seinen Quarterback. Zu diesem arbeitet er auch immer wieder hin, was ihn als Sicherheit für den Quarterback wertvoll macht. Bei Scramble-Plays richtet er seine Augen immer Richtung Quarterback und kann damit immer wieder aushelfen. Das beste Beispiele dafür war ein Play im Spiel gegen Tennessee: Der Quarterback der Florida Gators musste notgedrungen über Außen laufen, Swaim kommt von der anderen Seite des Feldes, arbeitet zum Quarterback und fängt nicht nur den Ball, sondern lässt auch noch einen Verteidiger aussteigen und schafft es in die Endzone. Weiterhin hat es mir sehr gefallen, dass er mit seinen Händen fängt und nicht zu Body-Catches neigt.

Als Punt-Returner machte sich Swaim einen Namen: 39 Punts wurden 308 Yards und einen Touchdown returniert.

Schwächen

Auch wenn Swain sich gut Freiräume erlaufen kann, sein Route-Running ist auf jeden ausbaufähig. Er läuft seine Routen nicht besonders scharf, setzt sich dann aber gegen Verteidiger, die Off-Coverage spielen, durch. Dabei hilft es ihm, dass er oft aus dem Slot seine Route startet und immer einen Stück hinter der Line of scrimmage. Wird ein Verteidiger ihn frühzeitig in Press-Coverage verteidigen wird Swain Probleme bekommen. Bei Contested Catches setzt sich Swain nicht durch, hat dort Probleme an den Ball zu kommen.

Fazit

Swains bestmögliche Karriere würde ich als WR3 und dann auch nur im Slot in der NFL sehen. Sein Weg ins Roster wird über die Special Teams gehen müssen. Dort kann er seinem Team einen Mehrwert liefern. Dafür ist Swain ist zu vielen Disziplinen zu durchschnittlich und hat ein zu schlechtes Route-Running und eine zu schlechte Contested-Catch-Ability um sein Spiel auf das nächste Level zu entwickeln.

Ausblick

In der Rolle als Punt Returner sehe ich gute Chancen für Swaim in den Kader zu rutschen. Damit wäre auch eine Unart beseitigt, die ich jetzt schon längere Zeit nicht ganz verstanden habe. Was hat dein Nummer 1 Receiver Tyler Lockett in solchen Spielsituationen auf dem Feld zu suchen? Auch wenn immer mehr für die Sicherheit der Spieler getan wird, am Ende bleibt Football ein Kollisionssport. Und einem Starter dieser Gefahr auszusetzen, und sei er noch so zuverlässig, sollte tunlichst vermieden werden.

Reguläre Snaps sehe ich bei Swaim aber nicht. Dafür ist sowohl die Wide-Receiver-Gruppe als auch die Tight-End-Unit zu tief besetzt, er müsste einige Sprünge im internen Depth Chart machen. Warum ich Wide Receiver und Tight Ends aufgezählt habe? Swaim ist am ehesten, wie beschrieben, im Slot aufgestellt worden und sollte dort auch eingesetzt werden. Und dort hat er nicht nur Konkurrenz von Lockett oder Ursua, sondern muss sich unter anderem auch mit Colby Parkinson, dem Tight-End-Rookie der seine Stärken im Receiving hat, stellen.

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