Wie ich die NFL Pre-Season verfolge

Heute Nacht ist es endlich so weit: Das Ei fliegt wieder! Mit dem Hall of Fame-Game wird traditionell die NFL-Saison eröffnet. Die Denver Broncos treffen auf die Atlanta Falcons. Nach einer langen Abstinenz bedeutet das: Bis Februar gibt es nun wieder durchgängig Football.

In der Pre-Season merkt man dann aber recht schnell, das es nur Vorbereitungsspiele sind. Starter werden geschont oder spielen wie bei den Rams letztes Jahr zu sehen gar nicht. Sollten die Starter Snaps gespielt haben und die hinteren Reihen kommen auf das Feld ist der Qualitätsunterschied spürbar. Viele Spieler, die vermutlich keinen Snap in der Regular Season sehen werden, haben hier ihre letzte Chance, Tape zu produzieren und auf sich aufmerksam zu machen, um eventuell doch noch den Roster-Cut zu überstehen.

Unter anderem für diese Spieler hat die Pre-Season noch immer ihre Daseinsberechtigung. Ob in dieser Form und Umfang darf gerne an anderer Stelle besprochen werden. Euch möchte ich auf den Weg geben, wie ich die Pre-Season verfolge und den ein oder anderen Anstoss zu geben, die Pre-Season doch interessierter zu schauen als man es vielleicht getan hätte.

 

  • Re-Live in der Condensed Version: Ich werde mir die Spiele, die nachts laufen, im Re-Live anschauen und in der gekürzten Version ansehen. Ob im NFL Gamepass oder beim Videoportal eures Vertrauens. Schlaft aus, spart euch die durchgemachte Nacht für ein wirkliches Highlight in der Regular Season oder den Play-Offs und schaut die Spiele ausgeruht am nächsten Morgen. Greift ihr dann auf die Condensed Version zu habt ihr in rund 40 Minuten jeden Snap gesehen und ein gutes Bild darüber, über das was im Spiel passiert ist.

 

  • Starter: In vielen Teams sind bestimmte Positionen schon sicher besetzt. Spannender wird es zu sehen zu sein, welche Spieler mit den Stars des Teams auf dem Feld stehen. Das dürfte ein erster Fingerzeig sein, wer auf dem Depth Chart momentan weit vorne steht. Und das könnte unter Umständen schon für die ein oder andere Überraschung sorgen.

 

  • Rückkehr verletzter Spieler: Leider gehört es zum Alltag in der NFL: Spieler verletzten sich und mitunter so schwer, dass die Saison für sie frühzeitig beendet ist. Die Pre-Season ist die einzige Möglichkeit, unter Wettkampfbedingungen zu testen. Die Eindrücke aus den Pre-Season Spielen und den Trainingseindrücken der Reporter vor Ort gibt meist ein recht aufschlussreiches Bild, in welcher Form der Spieler, der wieder genesen ist, sich momentan befindet.

 

  • Spieler in der Roster-Bubble: Auch wenn man als Fan eines Teams oft große Teile des finalen Kaders ziemlich gut einschätzen kann, gibt es in vielen Teams Positionen, die stark umkämpft sind und bei denen noch nicht wirklich klar ist, wer am Ende die Nase vorn hat. Hier gibt die Pre-Season wieder Eindrücke, die einem die ein oder andere Vorahnung mit auf dem Weg geben können.

 

  • Rookies: Von den Rookies gibt es bislang nur College-Tape. Hier wird man die Spieler das erste Mal in der NFL sehen. Und auch in der Pre-Season kann man Tendenzen erkennen, wie weit ein Rookie mit dem System seines Teams ist und wie er in der NFL zurecht kommen könnte. Vor allem bei Spielern wie Drew Lock und Dwayne Haskins, die Stand jetzt noch keine Starter für ihr Team sind, wird man einiges an Spielzeit erwarten können.

 

Alles in allem sollte man die ersten Bewegtbilder der NFL-Saison noch mit Vorsicht genießen. Genießt die Spiele, erkennt erste Tendenzen, aber bildet euch noch kein finales Urteil.  Und erfreut euch daran, dass die lange Durststrecke endlich beendet ist!

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